Das Meditationsprogramm für 2017

kann als PDF unter "Seminare" abgerufen oder als Flyer beim INTA-Meditationszentrum angefordert werden: HelgaSprenger@inta-meditation.de

 „Kennst Du den Weg, den niemand geht, wenn Du ihn nicht gehst? Es ist Dein Lebensweg.“

Manchmal so wie jetzt halte ich inne und frage mich, was brauche ich auf meinem Weg für ein erfülltes und beseeltes Leben? Kann ich dem Leben und den Menschen immer wieder von neuem offen und ohne Bilder oder Vorbehalte begegnen, vielleicht sogar staunend?

Mir ist sehr bewusst, wie entscheidend es ist, mit welchem Lebensgefühl ich auf dem Weg bin. Und wie sehr meine Wahrnehmung von der Wirklichkeit das bestimmt, was ich erlebe. Denn, wie Werner in einem Meditationstext sagt: „Eine Katze nimmt eine Maus anders wahr als ich. Und der Förster nimmt meine Lieblingsbäume anders wahr als ich.“ Seitdem versuche ich achtsamer zu sein und habe auch mehr Mitgefühl mit mir und mit anderen. Mein Lebensgefühl strahlt aus und strahlt wieder auf mich zurück. Das ist, so fühle ich, Teil meiner Lebendigkeit und auch meiner Verantwortung, die ich mit anderen leben möchte.

Und wenn ich jetzt auf meinen Weg zurückschaue, kann ich dankbar wahrnehmen, dass vieles sich für mich gut gefügt hat, obwohl es anfänglich nicht so danach aussah.
Und auch Schweres bekam Sinn dadurch dass ich lernte, es als mein Leben anzunehmen. Diese Erfahrungen sind es, durch die ich dem Leben mit mehr Vertrauen begegnen kann. Und in der Verbundenheit mit dem Leben als Ganzes kann immer wieder Neues entstehen.

Ich bin froh, dass die INTA-Stiftung zu meinem Weg gehört. Wir dürfen Projekte fördern, die Menschen auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben unterstützen. Es sind auch heilsame Projekte, weil Kinder und traumatisierte Flüchtlinge einen Raum finden, in dem ihre Seele wieder aufleben kann. Mehr zu den geförderten Projekten auf der Internetseite. www.inta-stiftung.de

Da Werner in jungen Jahren Krieg und Kriegsgefangenschaft erlebt hat, war ihm Frieden immer ein wichtiges Anliegen. Es hat ihn zutiefst zu der Begründung der INTA-Meditation geführt. Und jetzt darf die Stiftung alljährlich im November den Friedenpreis verleihen, der im vergangenen Jahr an Helmut Reibold ging für sein Lebenswerk, die deutsch-palästinensisch-israelische Freundschaft, und an ein ehrenamtliches Team zusammen leben  e. V., das mit unkonventionellen Projekten und Begegnungsformen den Kontakt zwischen Einheimischen und Flüchtlingen fördert und lebt. www.zlev.de

Ich freue mich auf Wiederbegegnungen, auf neue Begegnungen und
wünsche allen ein gutes Unterwegssein im Leben.

Herzlich Helga Sprenger

 

Meditation macht Mut

Mail-Interview von Claudia Rohr mit Helga Sprenger,
Meditationslehrerin und Mitbegründerin der INTA*-Meditation

erschienen in der BOA FrauenMagazin Schweiz Juli /August 2013
www.boa.fembit.ch

Die INTA-Meditation wurde in Europa bekannt durch Werner Sprenger (1923 - 2009) den eigentlichem Begründer der INTA-Meditation; und seine Frau, Helga Sprenger Wolfrum. Entstanden und gewachsen als eigener Weg auf der Suche nach Sinn, nach Erkennen und nach Heilung, hat sie inzwischen vielen Menschen geholfen, sich und die anderen anzunehmen. Mit den Worten von Werner Sprenger gesagt:"Wir leben nicht von dem, was wir haben, wir leben von dem, was wir teilen.

Was oder wer hat dich zur Meditation geführt?
Meine erste bewusste Begegnung mit Meditation liegt lange zurück. Als junge Frau war mir die Psychologie von Carl Gustav Jung sehr wichtig, und so kam ich auf der Suche nach meinem Selbst zur Aktiven Imagination, wie sie Barbara Hannah in ihrem Buch "Begegnungen mit der Seele" als Weg zu Heilung und Ganzheit beschrieben hat. Doch das entscheidende Erlebnis war für mich die Begegnung mit der INTA-Meditation. Es war wie ein Nachhausekommen. Ich spürte, dass ich in diesem Raum von Offenheit und Angenommensein tiefer zu mir selbst würde finden können - dass ich würde "wachsen" dürfen, hin zu mehr Liebe und innerer Freiheit.

Wie lebst du Meditation im Alltag?
Ich bin dankbar für die Gewohnheit, jeden Tag ganz bewusst zu beginnen, ihn zu begrüssen als einen einmaligen Tag, der neues Leben ist und der mir geschenkt ist. Dieses bewusste Hineingehen in den Tag hilft mir, den Tag mit mehr Achtsamkeit zu leben. Und Achtsamkeit ist nicht neutral, sie ist ein offenes staunendes Gewahrsein für das, was jetzt ist - in dem Bewusstsein, dass nichts im Leben sich wiederholt und dass das Jetzt meine einzige Lebenszeit ist. - Nein, ich bin längst nicht immer in diesem Gewahrsein, bin immer wieder unachtsam oder beschäftigt in meinen Gedanken mit Fehlern der Vergangenheit. DOCH wenn wir das merken, dann sind wir, mit diesem Merken, schon wieder im Jetzt! UND es gibt schöne Möglichkeiten für die Achtsamkeit, mit meinen Sinnen zur Besinnung zu kommen - zu hören, zu sehen, zu schmecken, zu riechen, zu berühren... das volle Leben zu erleben. Abends vor dem Einschlafen fühle ich noch mal hin zu diesem gelebten Tag, das hat so etwas von Vollenden für mich.

Es gibt viele Formen der Meditation. Was ist das Spezielle an der INTA Meditation?
Der Name ist schon Programm: INTA, dieses Sanskritwort, hat die Bedeutung: Zu Dir kommen durch mich, zu mir kommen durch Dich. - In der achtsamen Begegnung mit dem Du erfahre ich mich, erkenne ich mich, finde ich zu mir selbst. Und diese Idee verwirklicht sich in der Gruppe. In einem achtsamen nichtwertenden Dasein in der Meditation entsteht ein Raum, in dem ich mich angenommen fühlen darf, so wie ich bin, und sein, so wie ich bin. Ich lerne mich annehmen mit allen meinen Gefühlen und finde so mehr Geborgenheit in meinem eigenen Leben. Solche Erfahrungen schenken mir Selbstvertrauen und machen mir Mut, auch im Alltag mehr die zu sein, die ich noch nicht zu sein wagte.
Ich erfahre in der INTA-Meditation neben der Besinnung auf das Thema, neben Entspannung, Stille und Schweigen auch das vertrauensvolle meditative Gespräch in der Gruppe, das viel Leben befreit.

Für wen ist die Meditation geeignet?
Die Meditation ist für alle geeignet, die sich solche Fragen stellen wie: Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Was habe ich? Was brauche ich wirklich? Wie lebe ich? Wie möchte ich leben? Was ist der Sinn meines Lebens? Und für alle, die bereit sind, sich für neue Erfahrungen zu öffnen, Erfahrungen mit sich selbst und mit anderen. Es gibt viele Wege. Ob der Weg für dich der richtige ist, das erfährst du, wenn du ihn gehst. Und du wirst es spüren, denn tief in uns ist dieses Wissen um uns selbst und um das, was wir wirklich in unserem Leben brauchen für ein erfülltes Leben.

Die Meditation ist in den letzten Jahren sehr populär geworden. Wie erklärst du dir das?
Ich glaube, dass immer mehr Menschen sich solche Fragen stellen angesichts der jetzigen Entwicklung dieser Welt. Dass sie einen Sinn suchen für ihr Leben. Und vielleicht suchen sie auch einen Weg, diese Welt zu verändern. Denn die Veränderung der Welt beginnt bei uns selbst. "Sei Du die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst.", sagte Mahatma Gandhi. Die Meditation ist im Grunde eine revolutionäre Bewegung. Sie stärkt unser Selbst und macht uns Mut, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. Dass es so viele alternative Projekte gibt, vor allem auch von Frauen, das macht Hoffnung. Stärken wir sie!

Wer beim Sport einen gewissen Erfolg erzielen möchte, braucht ein regelmässiges Training. Ist das bei der Meditation auch so?
Ja, das gilt auch für die Meditation. Sylvia Wetzel, feministische Buddhistin, wird nicht müde, es in ihren Vorträgen und Tara Gruppen zu wiederholen. Und das Üben macht Sinn, denn die Neurowissenschaften haben in ihren Studien deutliche Veränderungen im Gehirn von Meditierenden nachweisen können. Da zeigen sich Veränderungen, die uns z.B. widerstandsfähiger machen gegen Stress oder die uns mit mehr Gelassenheit den Widrigkeiten des Lebens begegnen lassen. Und ein Problem? Es kann zu einer Erfahrung werden, aus der ich etwas lernen kann. Vielleicht bekommst du jetzt eine Ahnung von einer neuen Haltung, von einem neuen spannenden In-der-Welt-Sein.

Nach vielen Jahren der Meditation: Was ist das Geheimnis für ein erfülltes Leben?
Eine schwierige Frage. Ich glaube, jede kann das Geheimnis nur für sich selbst entdecken. Das Leben selbst ist ein Geheimnis, das in unserem Leben offenbar werden möchte. Und das Leben erfüllt sich, wenn wir es leben so gut wir können, es mutig leben, es aufrichtig leben und in der Offenheit für alle Erfahrungen, die es für uns bereithält: für die Erfahrungen, die uns beglücken und froh machen, und dass wir auch versuchen die schweren Erfahrungen anzunehmen, die unser Leben belasten und die uns traurig machen. Dass wir sie annehmen als Teil des Lebens, das so ist, wie es ist in seiner Ganzheit mit Tag und Nacht, dunkel und hell...
In diesem Annehmen ist eine große Kraft der Wandlung und der Heilung, die wir erfahren dürfen, wenn es uns gelungen ist, eine Krise zu durchleben. Ich glaube, wir alle kennen solche Erfahrungen.
Doch das Leben ist oft hart, wir verstehen nicht den Sinn davon, und es ist schwer, das Nichtverstehen auszuhalten. Wir brauchen Liebe und Mitgefühl, Mitgefühl von anderen, doch vor allem Mitgefühl, das wir selbst uns schenken. Darum wusste schon der Buddha, wenn er in seiner Meditation des liebenden Mitgefühls die innere Bewegung immer damit beginnen lässt, dass ich mir selbst dieses Mitgefühl schenke, diese Liebe und dieses Mitgefühl in mir selbst wecke, stark werden lasse, dass es ausstrahlen kann... Und gerade spüre ich, ja, das ist vielleicht das Geheimnis, nach dem du gefragt hast: Mich selbst lieben lernen, um auch andere Menschen lieben zu können. Und stell dir vor, was das für dein Leben bedeutet und nicht nur für deins!

                                                       Wichtiger als alles andere
                                                       Achtung vor Dir selbst und
                                                       Aufrichtigkeit mit Dir selbst und
                                                       Freundschaft mit Dir selbst und
                                                       Mut zu Dir selbst und
                                                       Geduld mit Dir selbst, und
                                                       so wird sie wachsen,
                                                       die Liebe zu Dir und
                                                       die Freude an Dir.

                                                       Werner Sprenger in:
                                                        ... "ausser Du liebst Dich"

Claudia Rohr über die INTA-Meditation
Seit ich die INTA-Mediation persönlich praktiziere, geht es mir gut. Ganz einfach. So einfach? Nicht immer. Es war und ist ein immer wieder neues Lernen mit mir selbst, ein mich mit mir auseinandersetzen und neu anschauen, aber auch ein Kraft holen, ein Auftanken und vor allem: ein Vertrauen spüren ins Leben, das ich jetzt lebe. Mit all meinen Gefühlen lebe.

*INTA-Meditation: Zum Erfahren, zum Lesen, zum Hören
Seminare: siehe unter "Seminare".
Literatur: Helga J. Wolfrum (Sprenger): "Wenn die Seele aufatmet - Mit der INTA-Meditation zum Selbst"- Werner Sprenger: "Schleichwege zum Ich II. Lebensglück durch INTA-Meditation"- "Verführung zum Leben. Meditationstexte" - "Morgen? Besser gleich heute leben. Das Meditationsbuch aus der Praxis für die Praxis."
CD: CD mit 2 geführten INTA-Meditationen, geleitet von Helga Sprenger und Atina Haberkern: "Wachsen geschieht langsam und still" und "Dir vertrauen" 67 Min.; Euro 10,- 
CD von Werner Sprenger: "Schleichwege zum Ich, 3 Lesungen."
Auf dieser CD vermittelt Werner Sprenger eine lebendige Vorstellung von der INTA-Meditation, liest Texte aus seinem Höhlenbuch und ihm wichtige "Gedichte zum Auswendigleben".

                                                                                       Claudia Rohr
                                                                                       Redaktorin BOA FrauenMagazin Schweiz
                                                                                       E-Mail: boamedia@bluewin.ch

 



 

 

 

 

INTA Meditation

Tel. 0761-2170555

HelgaSprenger@

inta-meditation.de