Was ist INTA-Meditation?
Dir zu erklären, was INTA-Meditation ist, das ist wie der Versuch, Dir erklären zu wollen,
wie eine Rose riecht. Du musst ihren Duft riechen, und so ist es auch mit der Meditation:
Du musst sie selbst erfahren, um zu wissen, was INTA-Meditation ist.
Und doch, wie Werner Sprenger in seinem "Höhlenbuch" sagt, "ist es notwendig, das
Unsagbare zu sagen. Und mein Hoffen dabei ist, dass jeder Satz aus mehr besteht
als nur aus den Worten, die ihn bilden."
Ja, die INTA-Meditation ist eine tiefe Selbsterfahrung in der Gruppe und ein Weg der
Selbstverwirklichung in einer jahrtausendealten Tradition.
Sie ist eine Möglichkeit, uns in dem zu finden, was unserem Leben Sinn und Kraft gibt,
Selbstvertrauen und Wachstum schenkt.
Und sie ist auch ein Weg der Heilung von alten Verletzungen, um wirklich lieben und
in Beziehung leben zu lernen. Ein Weg zur Mitte unseres Lebens in der Begegnung
mit anderen Menschen in einem sprituellen Raum der Geborgenheit.
Wie ist das möglich, wie kann das wirklich werden für uns, die wir mit unseren Fragen
ans Leben unterwegs sind? Und Du hast sie Dir vielleicht auch schon mal gestellt,
solche Fragen: Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Was habe ich? Was möchte ich wirklich
haben? Wie lebe ich? Wie möchte ich wirklich leben? Was hindert mich daran?
Die Meditation selbst schenkt uns Antworten aus der Mitte unseres Lebens. Denn in der
Meditation finde ich Zugang zu den in mir angelegten schöpferischen und heilenden
Möglichkeiten. Und sie öffnet unser durch Ängste und Gewohnheiten verriegeltes Leben
der unvorstellbaren Kraft des Unbewussten.
Im Vertrauen in meine innere Kraft wächst mein Selbstvertrauen, wächst das Vertrauen
in meine eigenen Erfahrungen, die zur Quelle meines Wachstums werden.
So bin ich auf dem Weg, immer mehr ich selbst zu werden, die zu werden, die ich bin,
und immer tiefer zu erfahren, was mein Leben trägt.
UND: Das Glück betrifft niemals einen Menschen allein - zum Glück! Werner Sprenger
Wir brauchen Menschen, brauchen Achtung und Liebe, um zu leben, lebendig zu sein
und zu lieben - brauchen "INTA".
Denn "alles Leben ist Begegnung", wie Martin Buber sagt.
Und INTA bedeutet, dass wir einander achtsam begegnen, uns begegnen, ohne uns
zu bewerten, sondern die Bilder, die wir voneinander haben, loszulassen, um uns wirklich
zu begegnen und zu erkennen.
Und ich darf in diesem Prozess lernen, dass auch ich selbst es wert bin, mich ernst zu
nehmen, mich anzunehmen und zu achten, so wie ich bin, ja, mich zu lieben! Denn
"um andere Menschen zu lieben, muss ich mich selbst lieben lernen." (Werner in seinem
Höhlenbuch S.72)
Du spürst jetzt vielleicht, dass INTA nicht eine Methode oder eine Technik ist, sondern
vor allem eine Lebenshaltung, die uns öffnet für ein lebendiges achtsames Leben im Alltag.
Und dieses unser einmaliges Leben kann nur lebendig werden, wenn wir immer wieder
neu lernen, im Hier und Jetzt zu sein: Ist jetzt jetzt für Dich?
Und Du hast auch gemerkt: INTA ist nicht eine Religion oder eine bestimmte Weltanschauung,
sie ist eine Einladung zu einem lebensvollen sinnerfüllten Leben.
Wie leben?
So leben, daß Du
Du Dein Leben lieben kannst.
Liebe Dein Leben,
wer denn sonst sollte es lieben,
wenn nicht Du.
Liebe Dein Leben,
es verkümmert,
wenn Du es nicht liebst.
Werner Sprenger, Gedichte zum Auswendigleben